Einsatzbericht der Freiwilligen Feuerwehr Köln - Löschgruppe Esch

Lfd-Nr. 9
Datum 26.04.2006
Beginn 18:59
Ende 20:59
Einsatzstichwort Feuer 1
Einsatzort Behindertenwohnheim Escherstr. (Pesch)
LINK BILDER
Beschreibung Die Löschgruppe Esch veranstaltete während des Übungsdienstes eine Übung. Hierbei wurde der Keller des Gerätehauses komplett verraucht. Die vorgegebene Lage stellte sich wie folgt dar: Kellerbrand mit einer vemissten Person. Es wurde ein Angrifftrupp unter PA zur Menschenrettung eingesetzt. Die Person wurde im hinteren Bereich des Keller gefunden und dem „Rettungsdienst“ übergeben. Anschließend wurde der Brandherd lokalisiert, gelöscht und die Kellerräume belüftet. Unmittelbar nach Abschluss dieser Übung erreichte die Löschgruppe folgender Einsatz: Um 18:59 Uhr erreichte ein Notruf des Behindertenwohnheimes in Köln- Pesch die Leitstelle der Feuerwehr Köln. Es wurde eine starke Rauchentwicklung im Keller des Gebäudes sowie mehrere vermisste Personen gemeldet. Die Leitstelle alarmierte, unter dem Stichwort Feuer 1, den Löschzug 6 sowie die Löschgruppe Esch. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte wurde eine strake Rauchentwicklung im gesamten Treppenraum des Gebäudes festgestellt. Nach der ersten Erkundung wurde auf Feuer 2 erhöht. Als erste Maßnahme wurden zwei Trupps unter PA zur Menschenrettung eingesetzt. Zwei Personen wurden über eine Drehleiter aus ihren Zimmern gerettet. Über eine Steckleiter wurden die Personen betreut. Alle Zimmer wurden kontrolliert. Zwei Rollstuhlfahrer, welche sich in Zimmern außerhalb des Gefahrenbereiches aufhielten, wurden von den Angrifftrupps über die aktuelle Situation informiert und in Ihren Zimmern belassen. Die Bewohner des Heimes, welche sich auf dem Sammelplatz einfanden, wurden von den Einsatzkräften betreut. Nachdem alle Bewohner des Heimes in Sicherheit gebracht wurden, begannen die Einsatzkräfte mit der Brandbekämpfung im Keller des Gebäudes. Die Escherstr. wurde in Höhe des Behindertenheimes während des Einsatzes komplett gesperrt. Erst nachdem der eingesetzte Angriffstrupp die Nebelmaschine im Keller des Gebäudes entdeckte, wurde den Einsatzkräften klar, dass es sich um eine Alarmübung handelte, von der vorher keiner der Einsatzkräfte etwas wusste. Nur die Heimleitung sowie die verantwortlichen der Berufsfeuerwehr kannten den Zeitpunkt und die Lage der Übung. Nur so konnte die Übung unter realistischen Bedingungen ablaufen. Die besondere Gefahrenlage zeichnete sich dadruch aus, dass sich ca. 15 gehbehinderte Personen und Rollstuhlfahrer im Gebäude befanden, welche sich nicht aus eigener Kraft ins Freie retten konnten.